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Erkundung #3 vom 21.10.2026
Notizen zur Veranstaltungsreihe WISSEN MACHT DEMOKRATIE der Demokratiewoche 19.-26.10. 2026 Museumsquartier Raum D, Museumsplatz 1, 1070 Wien Demokratie und Religion Univ. Prof. MMag. Dr. Regina Polak, MAS Institut für Praktische Theologie und Interreligiösen Dialog Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien Im Forschungsschwerpunkt „Interdisziplinäre Werteforschung“ befasst sie sich auch mit Religion und Religionsgemeinschaften in der Demokratie. Persönlich aufgen
vor 2 Tagen2 Min. Lesezeit
Was andere schrieben #6
Was schreiben andere, wenn die gesellschaftliche Polarisierung zunimmt und die Vertrauenskrise tiefere Spuren hinterlässt? Während der politische Alltag oft in Schlagabtauschen erstarrt, arbeiten Autorinnen, Journalisten und Forschende an den Fundamenten unseres Zusammenlebens. Hier sind vier ausgewählte Fundstücke, die den Blick schärfen und wichtige Synergien zu unseren aktuellen Erkundungen stiften : ⛪ Prof. Regina Polak & Prof. Jan-Heiner Tück (Die Furche / Katholisch.at)
vor 2 Tagen2 Min. Lesezeit


Erkundung #2 vom 19. 10. 2026
josefstadttheater WORKSHOP DEMOKRATIEWOCHE Als weißhaariger Halbbruder habe ich bereits die (nicht aller-) erste Theatererfahrung hinter mir. In Jenny Holzers quirligem Workshop war es schön zu sehen, wie die Rollenspiele uns in nur einer Stunde menschlich näherbrachten. Was der Satz "Du gehörst doch zu uns" alles ausdrücken kann, war eine nachhaltige Erfahrung, die ich noch lange behalten werde. Was unsere Haltungen, die unberwussten noch mehr als die bewussten mit uns so al
vor 3 Tagen1 Min. Lesezeit
Was andere schrieben #5
Weiter wie bisher, more of the same? Mein neuer Lese-Kompass blickt auf fünf profilierte Wortmeldungen abseits des medialen Lärms: Ethische Mündigkeit statt Kulturkampf, verbindliche Bürgerräte im Parlament, Verfassungsökonomie gegen das Silicon Valley und Eberhard Ultras Scharfsinn. Fünf fundierte Fundstücke, die Mut machen, das demokratische Betriebssystem an Haupt und Gliedern zu reparieren.
8. Okt.4 Min. Lesezeit


Bitte nicht noch einmal Krähwinkel!
Nach den jüngsten Wahlschlappen herrscht das Bemühen um Beruhigung vor. Kann das gelingen? Auch für diese Frage lohnt der Blick auf 1848: Während Johann Nestroys Eberhard Ultra den bequemen Stammtisch entlarvte, floh Adalbert Stifter vor dem radikalen Lärm nach Linz, um an die sittliche Vernunft zu mahnen. Zwischen galliger Satire und sanftem Gesetz liegt der Weg zur echten Selbsterneuerung: Demokratie als offener Werkraum zur unblutigen Fehlerkorrektur. Ein Zwischenruf von F
8. Okt.6 Min. Lesezeit
Was andere schrieben #4
Schon in der letzten Ausgabe habe ich hier Fundstücke präsentiert, die über den Tag hinaus, über diese Wochen hinaus, über den nächsten und übernächsten Wahltermin hinaus diesen schwer verdaulichen Sonntag von Magdeburg für grundsätzlichere Überlegungen nutzen. Nicht umsonst titelt auch mein aktueller Beitrag Von einer Zäsur, die nicht gemeint ist. 💡 Service-Hinweis: Wie Sie die empfohlenen Originalbeiträge aufrufen:Jeder im Folgenden vorgestellte Beitrag ist mit der Origina
18. Sept.3 Min. Lesezeit


Von einer Zäsur, die nicht gemeint ist
Ich bin in meinem letzten Beitrag ZÄSUR - ECHT JETZT einen Schritt zurückgetreten, um mit diesem Abstand eine schlichte Tatsache zu benennen: Wenn man das Wahlergebnis auf alle Wahlberechtigten bezieht, haben etwa achtzig Prozent der Erwachsenen nicht für die extremen Ränder gestimmt. Trotz vieler Unterschiede im Detail bleibt diese Perspektive auch unter Einbeziehung der bevorstehenden Wahlen am Wochenende relevant: Es gibt auch in Ländern mit großen AfD-Wahlerfolgen sehr vi
18. Sept.7 Min. Lesezeit


ZÄSUR! ECHT JETZT?
Das Wort von der Zäsur macht unaufhaltsam die Runde. Der Kampfbegriff der Wahlsieger von Sachsen-Anhalt ist in Windeseile zur Tatsachenfeststellung aufgestiegen. Damit folgt man bereitwillig dem Wording und gibt es aus der Hand, die unbestreitbare Tatsache eines fulminanten Wahlsieges und seiner unbestreitbaren Dynamik in die Schranken der Wirklichkeit abseits von Wahlveranstaltungen zurückzuweisen. Wie aber auf die bekannt aggressiven Töne reagieren ? Die Mühen demokratisch
8. Sept.4 Min. Lesezeit


TAUSEND JAHRE WIE EIN TAG
Nur 14 Kilometer betrug die Entfernung zwischen der Großen Bühne der Perner-Insel Hallein und der Felsenreitschule am Großen Festspielhaus in Salzburg. Und nur ein Tag verging zwischen dem Vorstellungsbeginn von Unter Tieren in Hallein und demjenigen von Saint François d’Assise in der Felsenreitschule. Doch zwischen den dystopisch heraufdräuenden künftigen Zeiten, die Nicolas Stemann mit einer geradezu eruptiven Kreativität auf die Halleiner Bühne bannte, und einem 13. Jahrhu
26. Aug.8 Min. Lesezeit


EIN BÜRGER LÄSST NICHT LOCKER
Ein YouTube-Beitrag in russischer Sprache, veröffentlicht am 17. Juli 2026, lässt mir keine Ruhe. Dmitrij Muratow hat eine ungewöhnliche Form gewählt, um auf sein nicht minder ungewöhnliches Anliegen aufmerksam zu machen. Der russische Friedensnobelpreisträger von 2022 liest in dem Video den von ihm verfassten Brief an die russische Staatsanwaltschaft vor. ( Im Teilnehmerbereich auch in Vorschau einsehbar). In diesem Video erfährt man, dass er in seiner Petition die strafrech
10. Aug.4 Min. Lesezeit
GEHT DAS DENN:Verstehen anstatt gehorchen?
Mein Vorhaben, „wieder mehr unter die Leute zu kommen“, macht Fortschritte. Nach einigen Jahren der Zurückhaltung, um die Konzentration auf mein Buchprojekt nicht zu gefährden, genieße ich wieder das große Angebot, das eine Stadt wie Wien bereithält. Mit der eigenen Sensibilisierung für die gesellschaftlichen Entwicklungen gewinnt es an zusätzlichem Wert, die Wahrnehmungen authentischer, wacher Zeitzeugen wie hochempfindliche Seismographen zu beobachten. Spannende Begegnungen
14. Juni3 Min. Lesezeit


Wegducken – nicht einmal die zweitbeste Lösung
Die Absage und ihre Bedeutung Die intensiven Debatten um den Auftritt von Peter Thiel fanden unter kuriosen Vorzeichen statt. Noch bevor wir über die Inhalte streiten konnten, kam es zur Absage. Doch der Streit über die Sinnhaftigkeit dieser Einladung zeigt viel über die politische Verfasstheit unseres Landes. Vor einer Woche habe ich die Ereignisse um die Festwochen-Absage mit „Siegfried“ Milo Rau und dem „Drachen“ Peter Thiel verglichen. Zu meiner Freude fand sich diese Met
7. Juni2 Min. Lesezeit


Hat man SIEGFRIED Vor dem DRACHEN gerettet?
Milo Rau, Peter Thiel und das Einfallstor der Unkenntnis Milo Rau, der Intendant der Wiener Festwochen, hatte etwas Bemerkenswertes vor: Er wollte den Tech-Milliardär Peter Thiel am 7. Juni gemeinsam mit dem Theologen Wolfgang Palaver einer öffentlichen Diskussion stellen. Der Titel „Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik?“ passte perfekt zum diesjährigen Festwochen-Motto Republic of Gods – einem Rahmen, der treffend thematisiert, wie eifrig unsere angeb
2. Juni4 Min. Lesezeit


DieBrunnen-vergiftung des 21. Jhdts
Heute stehen wir jedoch vor einem gewaltigen Problem: Genau dieses Bewusstsein für den Wert der Korrektur geht uns verloren. Und es gibt Kräfte, die diesen Verlust gezielt beschleunigen. Wer die Demokratie zerstören will, muss sie heute nicht mehr frontal angreifen oder Panzer über die Grenzen schicken. Es reicht völlig aus, das Vertrauen der Bürger zu verseuchen. In meinem Buch FÜNF NACH ZWÖLF bezeichne ich dieses Phänomen als die Brunnenvergiftung des 21. Jahrhunderts: „Des
16. Mai2 Min. Lesezeit


Die Achse der Autokraten und die Vergiftung unserer Demokratie
Demokratie in aller Munde! Gerade sind die letzten Takte der Wiener Symphoniker verklungen, die einen anspruchsvollen musikalischen Beitrag zum der Freude, dem 8. Mai leisteten. Wie alljährlich dem Ende des 2. Weltkriegs und damit der Niederlage des Nationalsozialismus gedacht. Vormittags beging man im Bundeskanzleramt den 8. Mai mit Ansprachen des Bundeskanzlers, des Vizekanzlers und des Bildungsministers. Als Gastsprecher schlug der renommierte bulgarische Politologe Ivan K
10. Mai3 Min. Lesezeit


Von der Zumutung der Verantwortung
In den aktuellen politischen Debatten gerät ein Begriff zunehmend unter schweren Beschuss: die Verantwortung. Autokratische Kräfte und populistische Strömungen haben sie überaus erfolgreich als den großen Feind der persönlichen Freiheit gebrandmarkt. Wer heute Rücksichtnahme einfordert – sei es auf die Umwelt und das Klima oder ganz generell auf schutzsuchende Migranten –, sieht sich rasch dem Vorwurf ausgesetzt, einer realitätsfremden "Woke"-Bewegung anzugehören, die den nor
2. Mai1 Min. Lesezeit
Ist das menschliche Schwäche – oder längst Zynismus?
Dem schleichenden Zynismus lässt sich nicht durch ohnmächtiges Zusehen begegnen - doch wie kann man proaktiv etwas tun?
27. Apr.3 Min. Lesezeit


Achtung, Falle!
Die Zynismus-Falle – Vom Ende der bequemen Ohnmacht Es geht längst nicht mehr darum, vor drohenden Gefahren für unsere Demokratie zu warnen. Der Schaden ist bereits eingetreten. Das Fundament unseres gesellschaftlichen Vertrauens hat spürbare Risse bekommen, und anstatt diese zu reparieren, richten wir uns zunehmend in einer bequemen Ohnmacht ein. In dieser Situation entwickelt sich der von Peter Sloterdijk treffend beschriebene „aufgeklärte Zynismus“ zu einer fatalen Falle.
11. Apr.2 Min. Lesezeit


Ins Gespräch kommen bleibt das Ziel
Liebe Leserinnen und Leser, viel Umsehen und Umhören, Nachlesen und Nachfragen, das alles vor dem Hintergrund stürmischer gesellschaftlicher Entwicklungen weltweit sind in mein Buch Fünf nach Zwölf - Zeit für größere Hoffnungen eingeflossen. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn damt ist eine solide Ausgangsbasis geschaffen, die auch bereichernde Begegnungen und Gespräche ermöglichen werden Darum war es schon in der Zeit der Entstehung des Buches mein starker Wunsch, die Schwelle
30. März2 Min. Lesezeit


Die Last des Rechtbehaltens und der Wiener Salon
Irren ist menschlich – Korrigieren ist demokratisch: Ein Gedankengang mit Karl Popper Oft habe ich mir in den letzten Monaten gewünscht, wir könnten uns einfach in der vertrauten Atmosphäre des Café Schopenhauer zusammensetzen oder in der Buchhandlung Analog zwischen den Regalen philosophieren. Es ist dieser besondere Wiener „Plauderton“, den ich so schätze – intellektuell fordernd, aber immer nahbar. Doch wie Sie vielleicht aus meinen Bemühungen um die „Lange Nacht der Philo
22. März3 Min. Lesezeit
